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Haut & Seele

Die Haut - Unsere schützende Hülle

Die ayurvedische Lehre kennt fünf feinstoffliche Elemente: »Äther«, »Luft«, »Feuer«, »Wasser« und »Erde«. Daraus leiten sich die drei Doshas (Bio-Energien) »Vata«, »Pitta« und »Kapha« ab - Funktionsprinzipien, die Geist, Gemüt und Körper sowie den Zustand der Haut beeinflussen. Sie sind maßgeblich an der Herausbildung unterschiedlicher Naturelle (Konstitutionstypen) beteiligt.

Vata – bewegt von »Äther« und »Luft«

Die Haut des Vata-Naturells ist feinporig und eher trocken. Häufig spannt sie nach der Reinigung oder während des Tages. Die zarte, dünne Hornschicht schuppt sich leicht und fühlt sich stellenweise rau an. Es entstehen Trockenheitsfältchen vor allem um den Mund, um die Augen und am Hals. Die Haut reagiert empfindsam auf Berührungen und Kälte und kann fahl aussehen. Vata-Naturelle neigen zu kalten Händen und Füßen und frieren schnell.

Die Symptome verstärken sich durch den Einfluss von Kälte, Zugluft und Wind, Hast, Rastlosigkeit und Stress aber auch in klimatisierten, geheizten Räumen. Bei körperlicher und geistiger Belastung, bei fehlenden Pausen sowie einem Mangel an Ruhe und Schlaf gerät das Vata-Dosha schnell aus der Balance. Auf die Haut des Vata-Naturells wirken sich kalte, trockene Speisen und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sehr nachteilig aus. Auch Emotionen wie Beunruhigung, Sorgen und Angst bringen die sensible Vata-Natur aus dem Gleichgewicht.

Pitta – angeregt durch das »Feuer«

Das Pitta-Naturell hat eine gut durchblutete, rosig schimmernde Haut, häufig mit Sommersprossen. Tendenziell reagiert sie empfindlich und besitzt eine niedrige Toleranz gegenüber Hitze. Sie neigt zu Äderchen, Couperose und Rosazea. Der häufige Gebrauch von Seifen und Reinigungsmitteln lässt sie leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Oft besteht eine Unverträglichkeit gegenüber synthetischen Konservierungs- und Duftstoffen sowie Alkohol in Kosmetika. Auf Reize kann die Haut mit Rötung, Fleckenbildung, Schwellung, Juckreiz und Ausschlag antworten. Pitta-Naturelle schwitzen schnell, manchmal auch übermäßig.

Die Symptome verschlimmern sich durch warmes Wetter und Aufenthalte in der Sonne oder in der Sauna. Auch der häufige Verzehr scharf gewürzter, salziger, saurer oder heißer Speisen und anregender Genussmittel wirkt sich ungünstig aus. Stress, Hektik, fehlende Regenerationsphasen, wenig Bewegung und Schlafmangel bringen das Pitta-Dosha aus der Balance, was sich in innerer Anspannung, Druck und Gereiztheit äußern kann. Anhaltende Unzufriedenheit und Emotionen wie Frustration, Zorn und Wut wirken sich besonders auf die Haut des Pitta-Naturells negativ aus.

Kapha – geprägt von »Wasser« und »Erde«

Die unempfindliche, feste Haut des Kapha-Naturells bleibt auch in fortgeschrittenem Alter lange straff, glatt und geschmeidig. Sie neigt zu übermäßiger Talgproduktion und großen Poren. Besonders in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) entwickelt sich schnell ein fettiger Glanz. Häufig treten Unreinheiten verstärkt im Kinn- und Halsbereich auf. Die Haut neigt zu Wasseransammlungen, wodurch die Durchblutung und Entschlackung beeinträchtigt wird. Kapha-Naturelle frieren leicht.

Die Symptome werden durch eine kalte, feuchte Wetterlage, kühlende, süße, saure und schwere Speisen, Milchprodukte, Bewegungsmangel, Antriebsschwäche und Eintönigkeit in der Lebensführung verstärkt. Durch Stagnation gerät das Kapha-Dosha aus der Balance. Ebenso können sich mangelnde Flexibilität, ein inneres Festhalten aber auch Emotionen wie Trauer und Kummer ungünstig auf die Haut des Kapha-Naturells auswirken.

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